Episode #127 – InnoBooster Gebert Rüf | Anthropic IPO | Sequoia schliesst London | VC-Scout-Modell | Atlas Bio
Shownotes
Über unsere Hosts: Max Meister und Guy Giuffredi sind General Partner bei Koyo Capital mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Schweizer Startup und VC Ökosystem.
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00:00:04: Hallo und herzlich willkommen zu Burn Raid, dem VC Insider-Podcast.
00:00:08: Ich rede hier mit Geetsch auf Radio Brissarabseite mit dem Schwerpunkt auf Venture Capital, Folge hundertundzwanzig, steht an!
00:00:15: Wir nehmen auch dieses Mal am Donnerstag, am fünften November um acht Uhr dreißig, am Vormittag.
00:00:20: Dieser Podcast wird gesponsert von unseren Partnern Aare Ventures & Wenger Fiehlii.
00:00:25: Ja Gigi, guten Morgen.
00:00:26: was sind heute die Themen?
00:00:28: In den News haben wir heute die Gebertriftstiftung für neue Projekte mit dem INNO-Booster-Programm beschleunigt.
00:00:36: Als Schweizer News hatten wir den Entropic IPO letzte Woche in der News, neue Berichte haben aufgezeigt dass ein Tropik zweiunddreißig Milliarden in Form von Beteiligungsprogrammen noch nicht verbucht hat.
00:00:49: das ordnen wir kurz ein.
00:00:51: und dann Sequoia der legendäre Silicon Valley wie.
00:00:55: sie schließt seine Türen in London und fokussiert neu auf das Silicon Valley.
00:01:01: Die höhere Frage im Sinne, wie funktionieren, wie sie Scout-Programme auch ein ganz spannendes Thema.
00:01:08: Und dann als Transaktion der Woche haben wir die zehn Millionen Seedrunde vom Basler Live Science AI Startup Atlas Bio
00:01:15: Wunderbar!
00:01:16: Vielen Dank für diesen Tuch!
00:01:17: Doch ich habe eine unvorbereitete Frage für dich heute mitgebracht und zwar was denkst du?
00:01:24: Wie viele hundertfache Millionäre wird IPO von Entropic hervorbringen.
00:01:33: Anders formuliert, wie viele Leute als Angestellte werden nach dem IPO von entropic hundert Millionen auf den Konto haben?
00:01:42: Es wird eine Riesenanzahl, ich meine die sehr limitierte Zahl an Mitarbeitenden, ich glaube es sind irgendwie sechs oder sieben Tausend wenn ich das richtig im Kopf habe aus den Berichten und von denen werden sich hier irgendwie Das sind ja nur ganz wenige Prozente, die du brauchst.
00:01:59: Also zum hundertfachen Millionär, das sind ja irgendwie Null Komma Null.
00:02:05: Eins Prozent also nicht wahnsinnig viel vom Mitarbeiterprogramm.
00:02:08: wir haben jetzt gerade über zwei und dreißig Milliarden Mitarbeiterprogrammen gesprochen dass sie dann aufnehmen.
00:02:13: also gehe ich jetzt mal davon aus irgendwie rund zweitausend bis bis zwei
00:02:19: tausend Fünfhund neue hundertfache Millionäre hervorbringen.
00:02:26: Diese Gruppe macht ein Elftel aller Amerikaner aus, die Hundert Millionen haben.
00:02:31: Also das finde ich krass!
00:02:32: Und wenn man dann noch den OpenAI-IPO dazu nimmt, macht diese Gruppe von Entropic und OpenAI hundertfach millionären einen Zitl aus.
00:02:41: Alle Hundfachmillionären aus innern Russes als Krasse... Aber natürlich, dass sind alles Buchgewinne.
00:02:45: Die ist nicht sofort realisierbar.
00:02:47: Ich gehe davon aus, dass der Aktienkurs potenziell massiv sinken wird nach dem IPO.
00:02:52: Dann ist man vielleicht nicht mehr hundertfache Millionärer und Millionären, sondern nur noch fünfzigfach.
00:02:57: Aber auch das ist krass!
00:02:59: Das ist schon verrückt.
00:02:59: also die Wells-Manager werden sich da freuen auf eine neue Breed von potentiellen Kundinnen und Kunden.
00:03:08: Gehen wir doch zu den News und zwar starten wir in der Schweizer Startup Szene Die Geburt.
00:03:13: Rüff Stiftung hat vier neue Projekte für ihr Inno-Boostprogramm ausgewählt.
00:03:18: Jedes erhält hundertfünfzigtausend Franken, insgesamt werden also sechshunderttausende Franken vergeben!
00:03:24: Die Projekte kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen von besseren Wettenderprognosen über energieeffizientere Gewächshäuser und einen geringen Einsatz von Agrarchemikalien bis hin zu einem neuen Therapieansatz gegen Leberkrebs.
00:03:38: Das Ziel ist, vielversprechende wissenschaftliche Innovationen schneller in Richtung Marktreife zu bringen.
00:03:44: Jagi wie wichtig sind solche Förderprogramme gerade für technologieintensive Startups?
00:03:49: und sind hundfünfzigtausend Franken tatsächlich genug um bei solchen komplexen Entwicklungen einen entscheidenden Unterschied zu machen?
00:03:57: Was denkst du?
00:03:58: Also ich finde solche Programme natürlich extrem wertvoll.
00:04:01: Ich habe ja auch mal den akademischen Weg gemacht, einen PhD und da ist man eigentlich nur auf dem Forschungstrack.
00:04:08: und wenn solche Programmen die unterstützen einem dann massiv die erstklassige Forschung, die wir tätigen in der Schweiz an der ETH, an der RPFL, an Der Uni Basel aber auch an anderen Hochschulen weg von den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu magfeigen Produkten zu bringen.
00:04:24: Das ist ein kleiner erster Schritt mit den Hundertfünfzigtausend, aber das ist ein guter erster Schritt.
00:04:28: Bei DeepTech und Biotech Startups hast du häufig extrem lange Entwicklungszyklen, hohe technische Risiken oder sogar extrem lange keine Nennenswerte umsetzen.
00:04:41: Und für klassische Investoren, wie sie es ist in dieser Phase teilweise schlicht und einfach noch zu früh wenn man da in ein Forschungslabor geht und eigentlich die Thematik cool findet und sie finanzieren möchte.
00:04:53: Genau hier können solche Fördermittel eine extrem wichtige Lücke schließen.
00:04:58: Wie gesagt, die Hundertfünfzigtausend reichen natürlich nicht aus zum Beispiel ein Krebsmedikament vollständig nur signifikant weiterzuentwickeln, aber darum geht es ja auch nicht.
00:05:09: Es geht zunächst einmal darum den nächsten entscheidenden Meilenstein zu erreichen um ein Prototypen fertigzustellen die Technologie vielleicht auf einer anderen Plattform oder in einem kleinen wenig größeren Maastrat zu validieren erste Resultate zu erzielen und dann eben in der Veston überzeugen zu können.
00:05:27: Und das Spannende ist hier bei dieser Förderung nicht wegen nur das Kapital sondern auch ein Qualitätssignal.
00:05:34: Das Projekt, das gewinnt in einem kompetitiven Auswahlverfahren und kann da überzeugen.
00:05:40: Und es kann bei späteren Finanzierungsgesprächen doch helfen wenn da das Gebetrück Logo noch drauf ist mit dem Inno-Booster-Programm.
00:05:49: Allerdings muss man auch sagen, förderliche Gelder ersetzen kein funktionierendes Geschäftsmodell.
00:05:53: Irgendwann muss aus der spannenden Technologie dann schon ein Produkt werden dass für Kunden tatsächlich mehr wert generiert und für das sie bezahlen.
00:06:01: Ja,
00:06:01: ich denke das ist der entscheidende Punkt.
00:06:03: Die Hundertfünfzigtausend Franken soll nicht die gesamte Entwicklung finanzieren sondern den Projekten helfen dem nächsten wichtigen Schritt die nächste Gelände kamen zu erreichen.
00:06:12: gerade bei Wissenschaftsbasierten Start-ups kann das enorm viel bewirken weil eben private Investoren häufig erst einsteigen wenn bestimmte technische Risiken bereits reduziert worden sind.
00:06:21: und es zeigt einmal mehr für mich wie wichtig solche Förderinstrumente für den Schweizer Innovationenstandort tatsächlich sind.
00:06:27: Gute Forschung haben wir reichlich.
00:06:29: entscheidend ist, dass daraus auch erfolgreiche Firmen entstehen.
00:06:34: Ja Gigi, kommen wir zur zweiten News und zu ein Dropback.
00:06:37: Man kommt im Moment nicht um die Firma herum.
00:06:38: das K-Unternehmen Hinterklaut bereitet seinen Börsengang vor wie wir auch diskutiert haben vor einer Woche und dabei sorgt eine Zahl eine Zahl darauf sehen.
00:06:47: rund zweiunddreißig Milliarden Dollar an bislang nicht verbuchten Aktienbasierten Vergütungskosten stehen laut den Börselunterlagen im Raum.
00:06:56: Das sind vor allem Aktienpakete für Mitarbeitende und Führungskräfte, deren Kosten teilweise erst im Zusammenhang mit dem IPO in der P&L auftauchen.
00:07:06: In den ersten neun Monaten des Jahres wiesentropping einen operativen Verlust von US dollar aus.
00:07:13: darin noch nicht enthalten waren rund US dollar an aufgeschobenen Aktienvergütungskosten.
00:07:21: Besonders spannend ist eine Studie von Sven Riedt Müller, die wir angeschaut haben.
00:07:25: Er ist Rechtsprofessor an der Yale Law School.
00:07:28: Er hat US Unicorns untersucht, die zwischen den Börsen gingen und sein Ergebnis sind viele.
00:07:36: diese Unternehmen haben erhebische Aktienvergütungskosten bis ... nach dem IPO aufgeschoben und die Studie zeigt, dass aufgeschobene Vergütungskosten ab rund hundert sieben Millionen Dollar mit einem erhöhmten Risiko für negative Aktienkursentwicklungen gegenüber dem Gesamtmarkt verbunden sind.
00:07:55: Ja Guy!
00:07:56: Wie kann es sein das so bei Milliardenbeträge erst rund um den Börsengang in der Erfolgsrechnung auftauchen?
00:08:02: Und was bedeutet das für Anlegerinnen und Anlegers, die beim IPO erst einsteigen?
00:08:08: Aufgeschoben ist eben nicht aufgehoben, das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt den wir hier aufnehmen.
00:08:14: Den viele Anleger doch unterschätzen.
00:08:17: Gerade bei Tech Startups ist es üblich mit Arbeiten der nicht nur mit einem Gehalt sondern mit Aktien und dem sogenannten ESOP Employee Stock Option Plan zu bezahlen.
00:08:26: so können Unternehmen Top Talente gewinnen und langfristig binden ohne sofort sehr viel Cash ausgeben zu müssen.
00:08:34: Anthropic nutzt dafür unter anderem ein sogenanntes Double Trigger RSU, das vereinfacht gesagt mitarbeitende Erhalten Aktienansprüche die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind beispielsweise eben dem Börsengang.
00:08:49: Und genau hier liegt es Problem.
00:08:51: nach den geltenden Rechnungs- und Legungsvorschriften können Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen die entsprechenden Kosten aufschieben bis der Börsengang wahrscheinlich wird.
00:09:02: Das bedeutet aber nicht, dass diese Kosten wirtschaftlich nicht existieren.
00:09:06: Sie werden nur halt nicht vollständig in der Erfolgsrechnung
00:09:10: sichtbar.".
00:09:11: Ein bekanntes Beispiel dafür ist Uber.
00:09:13: die haben nach dem Börsengang im Zwei-Tausendneunzehn drei Komma Sechs Milliarden Dollar an zuvor aufgeschoben Aktienvergütungskosten verbucht.
00:09:23: das druckt so einem Quartals Verlust von insgesamt fünf Komma zwei Milliarden Dollar bei.
00:09:28: Bei Anthropic sind die Dimensionen noch einmal deutlich größer, wenn ein Unternehmen rund US dollar an noch nicht erfassten Vergütungskosten aufweist kann das die zukünftigen Ergebnisse doch massiv belasten.
00:09:42: Wichtig ist aber dass sie nicht US dollar die Antropic plötzlich in Bar bezahlen muss.
00:09:49: es handelt sich hier um Aktienbasierte Vergütungen die auch bestehende Aktionäre verwessen können und die Studie zeigt, dass solche Effekte für Anleger durchaus relevant sind.
00:10:01: Wobei man natürlich unterscheiden muss.
00:10:03: ein statistische Zusammenhang bedeutet nicht automatisch das die Aktienkurse wegen dieser Kosten fallen werden.
00:10:10: Für Investoren ist es deshalb entscheidend nicht nur auf das Umsatzwachstum und operative Verluste zu schauen sondern auch auf Aktienvergütungen und auf mögliche zukünftige Verwässerung diese in Betach zu ziehen.
00:10:23: Ja, das finde ich sehr, sehr interessant.
00:10:25: Ich bin froh, dass da jemand davon mal eine Studie zum Thema verfasst hat, weil ich habe immer schon das Gefühl gehabt es kann ja nicht sein, dass dann irgendwie plötzlich kommt und steht in den Büchern und vorhin niemand von dem gesprochen hat.
00:10:40: Das heißt die US-Dollar nehmen kein plötzliches Loch in der Kasse von einem Tropic aber sie zeigen eben auch wie stark die ausgewiesenen Verluste von den wirtschaftlichen Belastungen abweichen können!
00:10:52: Und die Studie von Yale zeigt, dass das kein Einstfall ist.
00:10:55: Sondern bei tech IPOs ein wiederkehrendes Phänomen.
00:10:58: und gerade bei den normalen Bewertungen im K-Sektor sollten Anleger das halt genau hinschauen welche Kosten nach dem Börsengang noch aufs Unternehmen zukommen.
00:11:08: Die Lehre daraus wer in einen IPO investiert sollte nicht nur die Wachstum Story kennen sondern auch das Kleingedruckte im Börse Prospekt lesen.
00:11:18: Ja genau ganz wichtig.
00:11:19: das kleingedrückte.
00:11:20: das geht immer ein bisschen unter.
00:11:22: Ja, kommen wir zur letzten News von heute.
00:11:24: Eine überraschende Nachricht aus der venture capital world finde ich.
00:11:28: Sequoia Capital einer der bekanntesten VC-Fonds in der Welt und Fünderinvestor bei Unternehmen wie Apple Google und Airbnb also massiven Hyperscaler, der schließt sein europäisches Büro in London.
00:11:43: Sequoya war erst im Jahr zwanzig nach Europa gekommen.
00:11:46: sie haben damals expandiert und jetzt bereits folgt der Rückzug.
00:11:51: Die Begründung, man brauche keine lokale Präsenz mehr und könne europaische Startups genauso gut von Silicon Valley aus betreuen.
00:11:59: Das ist ein Teil einer größeren Neuausrichtung.
00:12:02: Sequoia hat rund zehn Milliarden Dollar an neuen Vormitteln eingesammelt, will sich aber organisatorisch wieder stärken auf sein Kehngeschäft und auf das Silicon Valley konzentrieren.
00:12:13: Dafür werden unter anderem das eigene Accelerator-Programm eingestellt.
00:12:21: Interessant ist auch Andreessen Horowitz, also ein großer Konkurrent von Sequoia einen weiter massiver VC Investor in der größten Welt hatte sein London-Büro bereits im vergangenen Jahr geschlossen.
00:12:33: darüber haben wir berichtet.
00:12:36: Max was steckt hinter diesem Rückzug den großen amerikanischen VCs?
00:12:41: Ist das ein schlechtes Zeichen für das europäische Startup Ökosystem oder einfach eine strategische Neuausrichtung die Sinn macht?
00:12:48: Das ist eine gute Frage.
00:12:49: Ich meine, dass was ja publiziert wird offizielles Selten das, was tatsächlich der Fall ist oder ich glaube wenn man jetzt die Entwicklung von Sequoia anschaut in den letzten Jahren.
00:12:59: die Führung wurde ja übergeben von Doug Leon zur Relove Bota aber dann gehen musste.
00:13:06: Da wurde dann abgewählt als CEO oder das leitende Partner und sitzt heute noch im VOR von SpaceX.
00:13:14: Und dann sieht man, vor allem auch die europäischen Investments, die SACOE gemacht hat.
00:13:18: Viel sehr viel.
00:13:19: in BTOB saß Matt Miller der vor zwei Jahren von BORG gegangen ist.
00:13:24: das ist der Partner der Biocoe investiert hat zum Beispiel.
00:13:27: Der ist dann gegangen und ich kann mir schon vorstellen jetzt kommt Doug Leehoun zurück oder?
00:13:33: Das ist noch wichtig eine sehr wichtige Personale.
00:13:35: so man holt den aus der Versenkung wieder zurück und das ist schon ein Zeichen glaube ich dass Alpen Campen, die alten Partner wieder das
00:13:45: Heft
00:13:45: stärker in der Hand haben möchten.
00:13:48: Man hört auch dass die Ventages nicht unbedingt super renditen erzielen aktuell und es hat dazu geführt, dass man auf diese Situation wahrscheinlich... Das ist jetzt meine Analyse muss nicht richtig sein aber ich beobachte das sehr stark, dass wir dann die Situation neu beurteilt haben.
00:14:03: Ich glaube, wenn man muss hier zwei Dinge unterscheiden.
00:14:05: Einerseits ist das kein besonders gutes Signal für Europa, finde ich wirklich nicht!
00:14:09: Wenn zweiter bekanntesten VC-Fosterwelt ihre Londoner Büro schließen zeigt es schon dass sich die Erwartungen an den europäischen Markt möglicherweise verändert haben.
00:14:18: Weil ich habe das immer allen angesetzt.
00:14:20: Ich hab gesagt, er kommt hierher weil hier entsteht sehr viel.
00:14:23: also wenn man sieht was Frau in Deutschland aber auch in der Schweiz in Schweden passiert oder dann hatte ich ihm das Gefühl in den letzten Jahren wenn ich auch mit dem Partner diese Wissis gesprochen haben, die wollen nach Europa.
00:14:37: Und gerade für junge Start-ups war die lokale Präsenz natürlich attraktiv!
00:14:40: Man hatte direkten Zugang zu Partnern und die Entscheidungen treffen und größere Finanzierungsrunden ermöglichen konnten.
00:14:46: Andererseits bedeutet der Rückzug ganz klar nicht, dass der QA künftig nicht mehr in europäische Start-Ups investiert, davon beispielsweise ein kleiner Trade Republic oder das Französische Start-up-Penniline investiert, solche Unternehmen bleiben für amerikanische.
00:14:59: Wie ist es durchaus interessant?
00:15:01: Ich glaube jetzt geht vor allem darum oder um die Frage wo man als Fonds eine Ressource am effizientsten alloziert.
00:15:08: und aktuell findet ein enormer Teil der ganz großen Kaifinanzierungsnoten im Silikon Valley statt.
00:15:14: Dort sitzen Unternehmen mit Open AI an den Tropic und dort konzentrieren sich sehr viel Kapital und technische Talente.
00:15:21: Und wenn Sequoia jetzt sagt, dass es sich wieder stärker auf diesem Markt konsumtieren will ist das aus Betriebswirtschaftliche Sicht durchaus nachvollziehbar.
00:15:29: Spannend finde ich aber, dass nicht nur das London und Büro geschlossen wird sondern auch das Scout-Programm, das ja durchaus auch erfolgreich gewesen ist unter Accelerator.
00:15:37: der wird auch eingestellt.
00:15:38: Das zeigt eben, dass Sequoias insgesamt weniger auf breite Präsenz und mehr auf wenige besonders überzeugende Investment setzende Wille.
00:15:46: man hat sich ja by the way von der ganzen chinesischen Einheit Abgetrennt, die heißt jetzt ...
00:15:52: Punkschan.
00:15:53: Punk-Schan,
00:15:53: genau.
00:15:54: Danke, Guy!
00:15:55: Und der Fokus ist spürbar?
00:15:57: Ich glaube einfach, die sehen im Moment in den US ein massives Potenzial und wollen alles auf die USA setzen.
00:16:04: Für Europa ist die entscheidende Frage deshalb ob unsere eigenen Wiesniphons diese Lücke füllen können.
00:16:09: Gerade bei großen Wachstumsfinanzierungen sind europäische startups häufig noch immer stark auf US-amerikanisches Kapital angewiesen.
00:16:17: Ja gut also... Und heißt, dass Sequoia verabschiedet sich nicht von europäischen Start-ups aber von der Idee dafür zwingend vor Ort sein zu müssen.
00:16:27: Für das europäische Ökosystem ist es natürlich schon ein Dampfer finde ich.
00:16:32: Gleichzeitig kann es aber auch eine Chance sein für europaische Visifons hier in die Bresche zu springen und ihre Position zu stärken und engere Beziehungen den besten Gründen aufzubauen und auch zu Sequoia, die dann später doch noch in Europa finanzieren.
00:16:49: Die eigentliche Herausforderung bleibt in Europa.
00:16:52: Europa bringt viele hervorragende Technologieunternehmen hervor, das brechen wir ja ständig hier auf Burnrate.
00:16:59: aber wir müssen es schaffen diese Unternehmen auch mit eigenem Kapital großzumachen also europäischem Kapitel und nicht bei jede großen Finanzierungsrunde auf der Silicon Valley angewiesen zu sein und dort an Klopfen gehen zu müssen.
00:17:11: hey guys habt ihr noch ein bisschen Kapital für unsere tolle Innovation zu finanzieren?
00:17:18: Diese Folge wird präsentiert von Ari Ventures, dem Berner Business Angel Club.
00:17:23: Ari Venture bringt ambitionierte Schweizer Startups mit erfahrenen Investoren zusammen die mehr bieten als nur Kapital – ein starkes Netzwerk echte Expertise und Hands-on Support für die entscheidenden frühen Schritte!
00:17:36: Wenn ihr als Start-up wachsen wollt oder als Investor Zugang zu den spannendsten Frühphasendeals sucht, dann bewerbt euch für unsere nächste Veranstaltung unter www.areventures.ch.
00:17:50: Wenger und Willi – Ihre Partnerkanzlei für Startups!
00:17:53: Ob Gründung, Finanzierungsrunde oder Exit?
00:17:56: Startups stehen vor komplexen rechtlichen Herausforderungen.
00:17:59: Wenger & Vieli begleitet Gründerinnen und Gründern in jeder Phase ihres Unternehmens mit maßgeschneiderte Beratung zur Gesellschaftsrecht, Finanzierung, Steuerfragen- und IP-Schutz.
00:18:13: Jagi, wir haben wieder eine spannende höhere Frage bekommen und zwar von Simone.
00:18:18: Sie hat ihr eigenes Start-up erfolgreich verkauft und möchte jetzt gerne auf die Investorenseite wechseln aber nicht unbedingt indem sie gleich ihren eigenen VC-Fonds gründet sondern sie würde gerne für einen der großen Namen im Menschenkapital tätig sein also beispielsweise Friedenswiesen Horowitz und zwar als sogenannte VC Scout.
00:18:36: Wir haben vorhin gehört, das ist ein Vorstelldesign in Europa.
00:18:39: Von dem her, Simone.
00:18:40: Es gibt noch einige Visis, die das machen aber und weiss nun auch jetzt ist sicherlich das bekannteste Programm Scouting.
00:18:47: Visiscout!
00:18:47: Das ist ein Modell, dass viele vermutlich gar nicht kennen.
00:18:50: Die großen amerikanischen Menschkapitel von arbeiten nämlich nicht nur mit ihren eigenen Investmentteams sondern auch mit externen Leuten die für sich spannende Start-ups aufspüren.
00:18:59: Teilweise dürfen diese Scouts sogar selbst investieren mit dem Geld des VC Fonds, auch bei Coio Capital unserem Fonds haben wir Bench partner im Einsatz, die als Scout unterwegs sind und uns immer wieder sehr spannende Firmen reingeben und auch Intros machen.
00:19:15: Secoia hat dieses Modell bereits.
00:19:19: Ich kann mich da gut erinnern, später sind uns Wiesen Horowitz und andere Fonds nachgezogen.
00:19:24: Heute kommen dafür nicht mehr nur erfahrenen Investoren in Fragen sondern auch erfolgreiche Gründerinnen und Gründern oder gut vernetzte Leute aus der Start-up Szene.
00:19:33: Jagi was genau macht eigentlich ein VC Scout?
00:19:37: Wie funktioniert das Modell in der Praxis und weshalb setzen selbst milliardenschwere Fonds auf solche externen Scouts?
00:19:46: Effektiv sehr spannendes Modell, das WC Scout-Modell.
00:19:50: Wie kennen Sie ja alle oder zumindest alle WCs?
00:19:53: Eines der größten Probleme in unserer Szene ist es dass man die besten Startups, die besten Gründer möglichst früh entdeckt und auch den Zugang zu diesen Teams hat.
00:20:04: Und wenn du als VC beim nächsten Airbeam, Biodestripe oder einer anderen riesigen Erfolgsgeschichte ganz am Anfang dabei bist, wo eben die Bewertung noch zwei, drei, vier Millionen ist.
00:20:16: Dann kann das die Rendite deines gesamten Fonds entscheidend beeinflussen und selbst die größte Fonds können nicht überall gleichzeitig sein.
00:20:25: Wir haben schon Teams von ein paar Hundert Mitarbeitern aber jetzt sitzen nicht dann jeder Uni oder in jedem Accelerator Ihre Investment-Teams, die fokussieren sich natürlich eben dann auf Startupkonferenzen und auf Programme, die Visibilität geben.
00:20:39: Aber einige wirklich spannenden Gründer sind eben nicht unbedingt auf jeder Start up Konferenz dabei oder aktiv am Geld suchen.
00:20:48: Und genau hier kommt die Scouts ins Spiel.
00:20:51: Scouts sind typischerweise erfolgreiche Gründere – Business Angels oder Leute, die ihn bestellen.
00:20:56: bestimmten Branchen sehr gut vernetzt sind.
00:20:59: Sie kennen interessante Startups oft lange bevor, die bei den großen VCs auf dem Radar erscheinen.
00:21:06: Nehmen wir Simone als Beispiel vielleicht kennst du durch deinen Exit viele andere Gründer und Gründrinnen in der Schweiz.
00:21:13: oder was dein besonders guten Zugang zu Fintech- oder Deep-Tech-Szene.
00:21:18: für einen amerikanischen Fond kann genau dieses Netzwerk natürlich enorm wertvoll sein!
00:21:24: Grundsätzlich gibt es zwei Varianten der Zusammenarbeit zwischen den VC Scouts und dem VC Fonds.
00:21:31: Einen, ein bisschen die losere Variante vermittelt das Scout interessante Startups an den Fonds und dann entscheidet der Fonds selbst ob er investiert oder nicht.
00:21:41: Das geht dann durch den normalen Invest-Prozess bei dem Fond.
00:21:44: Und bei der anderen Variante ist doch finde ich eine spannende Variante muss man aber auch ein bisschen etablierter Scout sein.
00:21:50: Da bekommt der Scout ein bestimmtes Investmentbudget und kann damit innerhalb einer klar definierten Vorgabe selbst kleinere Investments in Early Stage Companies tätigen.
00:22:02: Das ist natürlich extrem attraktiv, du kannst mit dem Kapital eines großen Phons investieren und den Namen hast du natürlich auch auf deinem Schild ohne dabei einen eigenen Phon aufbauen zu müssen.
00:22:14: Wenn dir Investments erfolgreich sind dann kannst du je nach Vereinbarung auch über einen sogenannten Carry, also den Carried Interest am Gewinn beteiligt werden beim Exit der Company aus dem Fonds.
00:22:28: Und für die Fonds ist ebenfalls interessant, sie halten Zugang zu neuen Netzwerken und können früh in Unternehmen investieren, die Sie sonst möglicherweise übersehen
00:22:38: hätten.".
00:22:38: Ja, Gitas
00:22:39: klingt ja eigentlich nach einer ziemlich attraktiven Möglichkeit für Simone.
00:22:42: Sie hat bereits selbst ein Unternehmen aufgebaut und erfolgreich verkauft?
00:22:47: Gehen wir mal davon aus, sie kennt also die Gründeperspektive und hat vermutlich auch ein gutes Netzwerk.
00:22:51: Jetzt ist es aber offenbar so dass man sich bei den großen Phon normalerweise gar nicht offiziell als Skalp bewerben kann... ...die suchen und bestimmen ihre Leute selbst!
00:23:01: Ja was würdest du Simone konkret empfehlen?
00:23:03: Wie schafft sie es das ein Phon wie ein Reason Horowitz auf Sie aufmerksam
00:23:07: wird?!
00:23:08: Und reicht ein erfolgreicher Exit als Qualifikation überhaupt
00:23:11: aus!?
00:23:12: Ja, die Scouts werden gescoutet.
00:23:14: Das ist schon auch noch ein Ritzig!
00:23:17: Für Simone mit dem großen Exit oder mit dem Exit hat sie schon mal eine gute Ausgauslage.
00:23:23: Sie weiß aus eigener Erfahrung wie man einen Startup aufbaut, ein Team führt, Kunden gewinnt und schließlich das Unternehmen auch verkauft.
00:23:31: Aber eine gute Gründerin haben wir letzte Woche auch schon thematisiert, dass nicht automatisch ein guter Investor oder eine Investorin sind zwei ganz unterschiedliche Freiheiten.
00:23:43: Deshalb müsste Simone jetzt vor allem zeigen, dass sie spannende Unternehmen früh erkennen kann und mein Rat wäre, sich auf eine bestimmte Branche oder ein Ökosystem konzentriert – beispielsweise Schweizer.
00:23:58: Deep Tech Startups, Fintechs oder KI.
00:24:02: und die entscheidende Frage ist wo hat sie ein Informationsvorsprung gegenüber anderen Investoren?
00:24:09: denn in recent Horowitz brauchen niemanden der ihnen die gleichen Start-Ups zeigt die ohnehin schon alle kennen und bei ihnen auf der Liste sind.
00:24:17: Interessant sind einfach die Leute die Zugang zu den Gründen haben welche noch gar nicht auf dem Radar von großen Tauchkleimfonds.
00:24:26: Zweitens würde ich dir empfehlen, ein Track record aufzubauen.
00:24:30: Nach dem Exit vielleicht ein paar kleinere Angel Investment zu tätigen sofern das Kapital und die entsprechende Risika Bereitschaft da ist.
00:24:40: Und vielleicht begleitet sie auch junge Gründerinnen als Mentorin und baut sich in dem Sinne tiefer ins Netzwerk ein und hat da noch einen besseren Zugang.
00:24:52: Wichtig ist, dass sie aufzeigen kann.
00:24:54: Ich erkenne gute Gründe früh habe ein gutes Gespür dafür welche Unternehmen ein großes Potenzial haben das Business Modell potenziell schnell wachsen können.
00:25:05: ja und dann drittens sollte sich Gezieltbeziehungen zu den richtigen VC-Partnern aufbauen.
00:25:11: Ich würde hier nicht einfach eine Mail&Reason Horowitz schicken und fragen, ob sie scout werden kann?
00:25:16: Das funktioniert in der Regel nicht.
00:25:18: viel besser wäre es die relevanten Partner kennenzulernen vielleicht an einer Konferenz für echt im Silicon Valley Und ihnen mit Einverständnis der Gründer interessante Startups vorzustellen.
00:25:29: Aber man sagt hey ich habe da einen guten Dealflug.
00:25:31: darf ich denn mit euch teilen Sagt wahrscheinlich niemanden ein Und wenn sie den VC zweiein oder dreimal einen wirklich spannenden Deal bringt, ist das viel überzeugender als jede Bewerbung die Sie da sendet.
00:25:45: Ich würde mich auch nicht nur auf die ganz großen US-Fonds konzentrieren.
00:25:49: es gibt viele interessante europäische VCs mit denen man zusammenarbeiten kann und eine VC Skalbeziehung aufbauen kann.
00:25:58: Am Ende geht es vor allem um Vertrauen.
00:26:00: Ein Fond muss überzeugt sein, dass VC Scouts, also hier Simone einen echten Mehrwert liefern kann und ein gutes Urteilsvermögen hat.
00:26:10: So wie wenn man eigentlich eigene Mitarbeiter einstellt.
00:26:14: Mein wichtigster Tipp wäre deshalb nicht zu versuchen möglichst schnell den Titel VC Scout auf irgendeinem Eventnahmschild schreiben zu können sondern eine Person zu werden die jede VC-Gene in seinem Netzwerk hatte.
00:26:29: Ja Max, jetzt bin ich aber deine Einheit so ein Interessiden.
00:26:32: Simon hat ihr Start-up erfolgreich verkauft, kennt die Szene und hat vielleicht sogar eigenes Kapital das sie investieren könnte.
00:26:41: Würdest du ihr an dieser Stelle tatsächlich empfehlen, Scout für einen großen USVC-Fonds zu werden?
00:26:49: oder wäre es langfristig nicht attraktiver selbst als Business Center zu investieren, ein eigenes Portfolio aufzubauen und vielleicht dann sogar einen eigenen Fond zu reisen?
00:26:57: Ja, ich glaube das eine muss das andere nicht ausschließen.
00:26:59: Als Business Angel investierst du dein eigenes Geld und hast natürlich die volle Kontrolle über deine Entscheidungen aber du trägst auch das gesamte Risiko selbst und gerade bei startup investments kann es Jahre dauern bis du überhaupt weißt ob sich ein investment gelohnt hat oder nicht.
00:27:14: als scout kannst du dann mit dem kapital einen professionellen von in investieren und gleichzeitig von dessen Erfahrung, Netzwerke und Reputation profitieren.
00:27:24: Das kann gerade für jemanden wie Simone ein sehr guter Einstieg in die Investmentwelt sein.
00:27:28: Allerdings würde ich ihr auch raten sich nicht zu stark auf die großen Namen zu fixieren nur weil Andreessen Harowitz auf deine Visitenkarten steht bis du noch lange kein erfolgreicher Investor.
00:27:39: entscheidend ist ob du eben die richtigen Starrops findest und langfristig gute Investmententscheidungen triffst.
00:27:45: Und damit sind wir eigentlich bei der Antwort auf Simone's Frage.
00:27:48: Ihr erfolgreicher Exit ist sicher ein guter Touröffner, das sind wir reinverstanden.
00:27:52: Aber kein automatisches Eintrittsticket in einen Scout-Programm.
00:27:55: Sie sollte – würden wir denken oder sagen – an der Empfehlung ihrer Stärken und den Netzwerken gezielt nutzen?
00:28:02: Einen eigenen Track record aufbauen und Beziehungen zu den relevanten WC-Partnen aktiv pflegen!
00:28:09: Und vielleicht ist das auch die wichtigste Erkenntnis wer Scout bei einem Top-WC werden will Sollte nicht darauf warten, entdeckt zu werden sondern zuerst beweisen dass er oder sie die besten Start-up selber entdecken kann.
00:28:23: Sehr gut!
00:28:24: Kommen wir zum Abschluss zur Transaktion der Woche.
00:28:27: Diesmal gehen wir nach Basel und in den Bereich LifeScience AI.
00:28:31: Atlas Bio ist aus dem Stealth Modus gekommen und hat insgesamt zwölf Komma fünf Millionen US Dollar Finanzierung bekannt gegeben davon zehn Millionen Seat angeführt von Criandum und eine zuvor nicht kommunizierte Präsidrunde mit über zweieinhalb Millionen von First Moment Ventures & Lea Partners.
00:28:55: Ich finde das extrem spannend, KI verändert gerade die Medikamentenentwicklung enorm!
00:29:01: Wir haben bereits mehrfach über Unternehmen gesprochen, die mithilfe von KI neue Wirkstoffe entwickeln wollen aber eine große Engpasse liegt inzwischen weiter hinten in der Entwicklung nämlich bei den klinischen Studien.
00:29:15: Diese sind extrem teuer und langwierig, beispielsweise in der Phase zwei der Klinischen Studien werden erstmals bei einer größeren Patientengruppe das Medikament auf ihre Wirkung untersucht.
00:29:29: Da wird bei dem Medikamen getestet ob es tatsächlich gegen die gewünschte Krankheit wirkt und laut Atlas scheitern hier rund siebzig Prozent der Medikamente in diese Phase.
00:29:40: genau dort setzen Sie an.
00:29:42: Das Unternehmen entwickelt eine KI, dass die Wirkung von Medikamenten auf einzelne Patienten simulieren soll bevor eine teure klinische Studie gestartet wird.
00:29:52: Das Modell wurde mit rund zwei Millionen RNA-Datensätzen aus menschlichem Gewebe trainiert und soll vorhersagen können wie verschiedene Patientengruppen auf Wirkstoffe reagieren.
00:30:06: Für einfach gesagt will Atlas Klinische Studien zunächst am Computer durchführen, um Flüchtlinge herauszufinden bei welchen Patienten und Krankheiten ein Medikament am besten funktionieren könnte.
00:30:18: Wir haben uns den Case kurz angeschauten.
00:30:20: deep dive in Atlas gemacht.
00:30:22: ja wie schätzt du den Case ein Max?
00:30:24: Ich bin spannend sonst würde wir den Case nicht diskutieren hier und zwar weil Atlas versucht einen der teuersten und risikoreichsten Schritte in der Medikamente Entwicklung effizienter zu machen.
00:30:36: Pharma-Unternehmen investieren oft jahrelang in einem Werkstoff und stellen in erster Phase zwei fest, dass dieser Wegstoff bei der ausgewählten Patientengruppe nicht ausreichend die Wirkung erzielt.
00:30:49: Und das Interessante dabei ist, dass der Werkstoff nicht zwingend schlecht sein muss – vielleicht wurde einfach die falsche Krankheit oder die falschen Patientengruppe ausgewählt.
00:30:57: Atlas möchte genau diese Frage früher beantworten, weil man bereits vor der klinischen Studie besser versteht, bei welchen Patientinnen und Patienten eine Medikamente wirken könnte.
00:31:09: kann das die Erfolgswahrscheinlichkeit erhöhen.
00:31:11: Und man kann damit viel viel Geld sparen.
00:31:13: Ja
00:31:13: aber man kann ja einfach nicht einfach eine klinische Studie am Menschen mit AI Simulationen setzen oder?
00:31:20: Ja heute waren eigentlich Artikel in der Rennstelle.
00:31:23: ich weiß nicht wo ich ihn gelesen habe und zwar dass sich viele Ärzte halt wehren und sagen Kai wird nicht groß helfen oder Das sehe ich ein bisschen differenzierter.
00:31:33: Natürlich ist das die große Vision, dass eben die Ausimulation hier substituiert.
00:31:38: aber man muss uns schon noch differenzieren.
00:31:40: Atlas kann mit seinem Modell bereits virtuelle Patientinstudien durchführen und damit wichtige Entscheidungen in der Medikamentenentwicklung unterstützen.
00:31:48: Das Unternehmen will langfristig sogar Teile von klinischen Studien ersetzen.
00:31:52: dafür braucht es eine sehr hohe Vorhersagegenauigkeit klinische Validierung und letztlich auch die Akzeptanz der Regulatoren.
00:32:01: Besonders spannend finde ich, dass Atlas ausschließlich mit Daten aus der menschlichen Biologie arbeitet.
00:32:08: Die RNA-Daten zeigen vereinfacht gesagt welche Gene in unserem Körper gerade aktiv sind.
00:32:14: daraus versucht die AI abzuleiten wie menschliches Gewebe auf bestimmte Medikamente reagieren könnte.
00:32:20: damit will Atlas auch die Abhängigkeit von Tierversuchen reduzieren deren Ergebnisse sich bekanntlich nicht immer auf Menschen übertragen lassen.
00:32:29: Jagi, du hast dir den Markt und die Kunden angeschaut.
00:32:32: wo steht Atlas bereits?
00:32:34: Ja sie sind gerade aus dem Stelsmodus gekommen.
00:32:37: dementsprechend sind sie noch sehr jung.
00:32:39: Sie haben aber bereits relevante Kunden sagen sie.
00:32:43: Sie arbeiten bereits mit einem der zehn größten Pharmaunternehmen weltweit zusammen und stehen mit weiteren internationalen Pharmakonzellen im Gespräch.
00:32:52: Ein Use Case mit einem Baselbiotec-Unternehmen ist gemäß Atlas, dass sie in einem bestimmten Entwicklungsprozess des Medikaments auf Tierversuche verzichtet haben und stattdessen die Simulationsergebnisse von Atlas genutzt haben um direkt mit klinischen Studien am Menschen weiterzumachen.
00:33:12: Auf der Webseite zeigt Atlas zu den Beispiele für virtuelle Studien bei ASMA oder auch entzündlichen Haut Erkrankungen und die ersten Anwendungen, die konzentrieren sich vor allem auf die Immunologie.
00:33:27: Das Geschäftsmodell ist ein klassisches B-to-B für Farmen und Biotechunternehmen.
00:33:32: Atlas liefert Simulationen und Analysen mit denen Kunden ihre Entwicklungsprogramme besser planen und Investmententscheidungen treffen können.
00:33:41: Du hast dir auch die Gründer und die History angeschaut.
00:33:44: der Firma was ist hier zu erwähnen?
00:33:46: Ja, Atlas Bio wurde im Jahr zwanzig-vierundzwanzige von Simon Romanski und Sebastian Bayer gegründet.
00:33:53: Sie kommitiert einen Hintergrund mit Stationen an der EPF und in Stanford sowie eine langjährige Forschung bei Google In Allerlands.
00:34:02: Finde ich ein guter Foundermarktfit?
00:34:05: KI und Softwarekompetenz kombiniert mit pharmazeutischem Know-how.
00:34:10: Interessant finde ich auch die Standortwahl, Atlas hat seinen Hauptsitz in Basel aber eine Delaware Corporation als Muttergesellschaft sehr wahrscheinlich wegen den internationalen Investoren würde ich jetzt mal einschätzen.
00:34:22: Die zehn Millionen Seed runde mit Criandum Notabene einem der etablierten oder etabliertesten europäischen Tech-Investoren ist die zweite Finanzierungsrunde von Atlas.
00:34:34: Sie haben Anfangs letztes Jahr eine zweieinhalb Millionen Presidrunde mit First Momentum und Lea aufgenommen, das Handelsblatt berichtet für einmal etwas zur Unternehmensbewertung diese sei bei rund sechzig Millionen Dollar angesetzt.
00:34:50: Die Bewertung wurde vom Unternehmen leider nicht bestätigt auf Anfrage Aber es zeigt gut auf, auf welchem Niveau solche AI-BioTech Cases inzwischen finanziert werden.
00:35:00: Die Investoren setzen hier offensichtlich auf einen sehr großen Markt und die Chance eine zentrale Technologieplattform für klinische Entwicklungsentscheidungen aufzubauen.
00:35:11: Ja was macht Atlas denn nun mit dem frischen Kapitalmax?
00:35:15: Ja, die Mittel sollen vor allem in den Ausbau des wissenschaftlichen und auch kommerziellen Teams.
00:35:21: Die weitere Validierung des K-Modells und die Gewinnung von zusätzlichen Enterprise Kunden fließen.
00:35:26: Der wichtigste Nächste Schritt wird aus meiner Sicht sein mit weiteren realen klinischen Daten zu zeigen wie zuverlässig die Simulation tatsächlich sind gerade in der Farmindustrie Zeltamente nicht wie beeindruckend ein K-modell ist sondern ob seine Vorhersagen klinisch akkurat sind und damit bessere Entscheidungen ermöglicht werden können.
00:35:50: Ja, und wie ist jetzt den Outlook ein?
00:35:52: Der Markt ist enorm und das Potenzialen nicht groß.
00:35:55: Das ist klar!
00:35:56: Wenn Atlas tatsächlich vorhersagen kann bei welchen Patientengruppen ein Medikament wirkt könnte dass die Wirtschaftlichkeit der Medikamenteentwicklung fundamental verändern.
00:36:06: V.a.
00:36:06: Unternehmen könnten erfolgsversprechende Wirkstoffe gezielter entwickeln und aussichtslose Programme früher stoppen.
00:36:13: Gleichzeitig ist der Challenge nicht groß, die menschliche Biologie ist sehr komplex und Simulationen müssen auch bei völlig neuen Wirkstoffen zuverlässig funktionieren.
00:36:22: Dazu kommen regulatorische Anforderungen, die FDI öffnet sich zunimmt gegenüber alternativen Testmethoden aber klinischer Studien und sich reiznahweise lassen sie sich nicht einfach pauschal durch AI ersetzen.
00:36:36: Ja Blick aufs Schweizer Ökosystem.
00:36:38: deshalb sicherlich ein spannender Deal auch bezüglich Zum Ökosystem, weil im Atlas KI Biologie und Pharma sinnvoll verbindet.
00:36:47: Gerade Basel ist dafür ein hervorragender Standort.
00:36:50: Wir sehen hier einen weiteren Tech Biocase der die bestehenden Live Science Stärke der Schweiz nutzt um eine international skalierbare Technologieplattform aufzubauen.
00:37:01: Und wenn Atlas seine Vorhersagen im klinischen Alltag validieren kann könnte daraus ein sehr relevanter Player für die nächste Generation der Medikamentenentwicklung entstehen.
00:37:13: So, das ist es gewesen mit Burnrate dem Wisse Insider Podcast.
00:37:16: Wenn ihr unseren Podcast unterstützen wollt aber nicht den Newsletter und teilt diesen in eurem Netzwerk.
00:37:20: Vielen Dank fürs Reinhören.
00:37:21: Wir wünschen euch jetzt ein schönes Weekend Take care und Tschüss!
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