Episode #111 – Top 100 Swiss Startups | Deeptech-Dominanz | VC-Bashing | Kalanick vs. VCs | Jaipur Robotics
Shownotes
Über unsere Hosts: Max Meister und Guy Giuffredi sind General Partner bei Koyo Capital mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Schweizer Startup und VC Ökosystem.
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Transkript anzeigen
00:00:04:
00:00:24: Ja, in den News fokussieren wir auf ein Thema wie du gerade erwähnt hast und das ist das Top-Onehundert Startup Ranking der Schweiz.
00:00:33: einige spannende internationale Nachrichten, aber wir möchten hier in diesem Podcast, wo wir ja wirklich auch auf die Schweizer Startup-Szene fokussieren.
00:00:41: Diese Wertung der Top-Hundred-Startups natürlich auch würdigen und mit ausreichend Zeit beleuchten!
00:00:48: Die höhere Frage, die dreht sich dann um das Thema welchen Mehrwert sollen und können wie sie es eigentlich einem Unternehmen, indem Sie Investiten bieten?
00:00:56: Und als Transaktion der Woche dann haben wir die Euro-Runde von Jaipur Robotics aufgenommen.
00:01:04: Ich freue mich auf die spannende Diskussion mit dir, Max!
00:01:06: Sehr gut – ja diese Woche wurde wie du schon erwähnt hast, die Top-One-Hundert-Zustage präsentiert also gewissermaßen die jährliche Standortbestimmung der Schweizer Startup Szene darf man sagen.
00:01:20: und bevor wir gleich über die einzelnen Firmen sprechen dieses Ranking ist inzwischen deutlich mehr als einfach eine Liste von Hundert Startups.
00:01:28: Ich habe mich auch gefreut, dass ich gesehen habe, dass einige von unseren gemeinsamen Investments vertreten sind.
00:01:36: Das ist super!
00:01:37: Auch von den aktuellen Koyo-Investments, die wir gemacht haben – das ist nicht toll.
00:01:41: Ja, der Top-One-Hunder gibt es seit zehnzehntelf, das ist schon verrückt, eine lange Zeit und in diesen fünfzehn Jahren wurden insgesamt sechshundertseventeinzig Startups ausgezeichnet Und diese Unternehmen haben zusammen mehr als siebenundzwanzigtausend Jobs geschaffen, rund neunzehn Milliarden Franken an Finanzierung aufgenommen und hundert Elf Exits produziert.
00:01:59: Dazu kommen elf IPOs und elf Unicorns.
00:02:03: Ja man kann natürlich über Rankings immer diskutieren das ist klar.
00:02:06: aber also Momentaufnahme darüber welche Firmen Technologien und Gründerinnen und Gründe gerade besonders viel Aufmerksamkeit von den Investoren bekommen bis das top onehundert wahrscheinlich einer der interessantesten Gradmesser in der Schweizer Staropszene.
00:02:20: Ja und das diese Ranking sagt ziemlich viel darüber aus, wo die Schweizer Sarabsel momentan steht.
00:02:26: Wir haben auf Platz eins Corintis aus Lausanne.
00:02:30: Corintes entwickelt Kühltechnologie für Hochleistungschips.
00:02:33: also vereinfacht gesagt je leistungsfähiger Chips werden gerade eben auch für Kalle Anwendungen desto größer wird das Problem die enorme Wärme effizient abzuführen.
00:02:43: und Korinthis arbeitet an Lösungen bei den Kühlstrukturen direkt sehr nahe am Chip bzw.
00:02:50: im Chip Design integriert werden, denn auf Platz zwei kommt Deep Judge aus Zürich.
00:02:56: Deep Judge kommt aus einem komplett anderen Bereich.
00:02:59: das Unternehmen baut Kalttechnologie für Kanzleien- und Rechtsabteilung und auf Platz drei ist Pawe Space aus dem Kanton Watt.
00:03:07: Pawe entwickelt Technologien in Bereichen Satelliten und Raumfahrt.
00:03:11: Ja, danach geht es konsequent mit Teebdeck weiter auf Platz vier.
00:03:15: Das klingt unter dem Voltieris.
00:03:16: dann noch auf Platz fünf Seprify auf sechs Flexion Robotics die Fire Space Battery Mimic Robotics und auf Platz zehn.
00:03:26: Tethys alles auch Firmen die wir hier bei Burnrate schonmal beleuchtet haben.
00:03:32: ja wenn man das jetzt anschaut einen Schritt zurück macht.
00:03:35: Ja, das ist sehr wenig Consumer.
00:03:36: Das is sehr wenig B to C natürlich sehr viel Hardware.
00:03:39: Sehr little Robotics Engineering Space und Deep Tech.
00:03:42: also auch die Felder einerseits wo die Schweizer Hochschulen stark sind und das kann darf ich ja hier auch sagen und nicht auch die Themen wo Koyo Capital unser Fond am sehr aktiv investieren lässt.
00:03:52: Und ähm... Ich darf sagen ja wie wir du warst da selber auch am Event oder?
00:03:58: Und im Theater Elf fand der glaube ich statt gell in südlich-eurelikon ganz
00:04:01: genau.
00:04:02: und und ja es nimmt mich wunder Wie ist dein Gesamteindruck?
00:04:06: Also wenn du diesen Abend auch mit früheren Star-Up Events vergleichst, oder was ist für dich besonders auffällig oder augentfällig.
00:04:15: Was hat die Veranstaltung über den Zustand des Schweizer Star-up Ökosystems ausgesagt?
00:04:20: Ja vielleicht vorab zum Event selbst mal einen Dank an das Venture Kick Team, schon auch die Bert, Stefan, Philippo und so weiter und sofort mittlerweile ein Riesenteam des Venture kick team Habe die wirklich super gemacht.
00:04:33: Die Organisation hat sehr gut funktioniert, das Timing war auch mehrheitlich sehr gut natürlich auf den anderen Organisationen.
00:04:40: Ich möchte hier auch noch danken.
00:04:41: Das ist wirklich eine tolle Veranstaltung, die jedem Investor und jedem Start-up wenn es eingeladen wird empfehlen würde beizuwohnen weil es wirklich eine sehr gute Stimmung ist jedes Jahr.
00:04:53: Natürlich es wird gekühlt ein bisschen wie die Oscars.
00:04:57: der Schweizer Start up Szene dass merkt man auch ist so inszeniert.
00:05:01: Aber der Bass im Raum, den hat man gespürt.
00:05:04: Es sind alle motiviert.
00:05:05: Das haben extrem viel Networking stattgefunden und die Unternehmerinnen und Unternehmen, die sind voll bereit ihr Startup voranzutreiben und voll aufs Gas zu rücken.
00:05:15: Ja was ist mir stark aufgefallen dieses Jahr?
00:05:18: Ich meine das ist tatsächlich nochmal die Konzentration auf Deep Tech vielleicht auch weil das halt für mich aktuell in den Medien ist in der Schweiz aber das war auf jeden Fall sehr beeindrucklich.
00:05:30: Wenn man den Begriff Startup hört, dann denkt man halt schnell mal an Software-Apps saß und vielleicht nicht gerade an die Gen AI.
00:05:38: Denn die anderen Themen, die skalieren vielleicht viel schneller zumindest anfänglich aber haben hinten raus halt auch nicht das Potenzial wie diese Deep Tech Firmen.
00:05:47: Ja, an diesem Abend da haben wir sehr deutlich gesehen dass die Schweizer Start up Geschichte etwas anders ist als andere.
00:05:55: Es stehen sehr viele Unternehmen auf der Bühne, bei denen wirklich jahrelange Forschung dahinter steckt.
00:06:01: ich meine du hast erwähnt Robotics neue Materialien Energy Chips Space Biotech.
00:06:06: das sind Firmen die nicht einfach ein paar Entwickler einstellen und dann nach ein paar Wochen ein Produkt auf den Markt bringen auch nicht mit all den KI-Tools.
00:06:16: sie haben effektiv IP dahinter.
00:06:18: Bei diesen Unternehmen da geht es um effektive wissenschaftliche Durchbrüche, Patente, Laborexperimente, Produktionsprozesse und Hardware.
00:06:28: Entsprechend braucht es halt häufig auch extrem viel Kapital und sehr viel mehr Geduld bis man am Markt ist.
00:06:35: Aber gleichzeitig muss man schon sagen hat der Event nicht den Eindruck gegeben dass das einfach eine kleine akademische Nische ist sondern ganz im Gegenteil die Ambition ist mittlerweile massiv.
00:06:49: Viele diese Gründe denken sehr international.
00:06:51: Die Schweiz ist der Ort, an dem die Technologie entsteht und neben ihrer Firma sitzt aber den Markt, der von Anfang an extrem global gedacht ist.
00:07:01: Und das ist für mich auch das Interessante in diesem Ranking.
00:07:04: Man sieht ziemlich schön wo die Schweiz einen echten Webbewerbsvorteil hat.
00:07:08: wir werden wahrscheinlich nicht das nächste globale Social Network aus Zürich oder Consumer Startup aus Losan bauen nur weil wir gut drin sind, Consumer Apps zu entwickeln und zu vermarkten.
00:07:22: Nein!
00:07:22: Wir sind sehr gut, wenn es darum geht, extrem schwierige technische Probleme zu lösen, Chips zu kühlen, Roboterintelligenten zu machen und neue Batterien zu entwicken, Satelliten zu bauen
00:07:32: etc.,
00:07:33: etc.. Da sind wir extrem gut positioniert auch dank der jahrelangen Förderung der ETH, der EPA-Fall und den anderen Hochschulen.
00:07:42: Wo wir innovieren, wo wir Spin-offs kriegen... Da muss man schon sagen das ist extrem ein spannender Zeitpunkt an dem die Schweiz hier steht!
00:07:52: Und das war natürlich an diesem Event extrem gut spielbar.
00:07:57: Ja genau also du bringst es auf den Punkt.
00:07:59: ich glaube ich pflichte dem auch größtenteils bei.
00:08:02: Ich finde einfach beim Ranking ist es wichtig dass man schaut.
00:08:05: Wenn man jetzt eben die alten Ranking mal hervorkramt und schaut, hat das auch stattgefunden dann.
00:08:12: Also diejenigen, die gut rangiert waren haben sie danach gut abgeschnitten Und dort stellt man halt schon immer wieder fest dass es nicht unbedingt so ist.
00:08:19: Es gibt nicht unbedingt einen Kassal zusammen zwischen guten Rangierungen und dann erfolgt Das muss man klar sagen Es ist sicherlich ein guter Gesamtüberblick des Ranking Aber das heißt noch lange nicht nur weil jetzt eben Die Firmen vorne aufgelistet sind findet da auch ein Exit statt.
00:08:35: Wenn man eben die Kennzahlen anschaut, ich bin da nicht so beeindruckt weder von den IPOs noch für den New Unicorn-Zahl noch von den Exizahlen.
00:08:43: Ich meine wenn so wenige Exit stattfinden nach so langer Zeit ist das für mich jetzt nicht unbedingt für den Schweizer Macht beziehungsweise für das Ranking.
00:08:52: also ich sehe es natürlich deutlich kritischer als du.
00:08:56: aber ja trotzdem ich kann mir vorstellen eine gute Bestandesaufnahme.
00:09:00: Und wenn man sieht, ich glaube die Firmen anschaut dann kann man schon natürlich aussagen dass die Schweiz mit der ETA und der EPF aber auch mit den anderen Hochschulen.
00:09:12: Es gibt ja auch andere erfolgreiche Hochschule in der Schweiz wie zum Beispiel im Lugano einen extrem starken Forschungsapparat hat oder?
00:09:21: Das kann man eben schon sagen.
00:09:22: wir produzieren extreme gute Forschung.
00:09:25: Aber die große Frage ist, da können wir daraus auch große Unternehmen machen und dort mache ich eben schon noch ein Fragezeichen.
00:09:32: Ja vielleicht hier doch gerade etwas einzufügen.
00:09:35: Ich glaube das war Bert oder der Schor, die auf der Bühne dann auch ein bisschen kritisch hinterfragt haben was sind die Top-Hund?
00:09:41: Du weißt sie sind die besten Firmen.
00:09:42: und dann haben Sie die Analyse gemacht über die Unicorns aus diesem Ranking entstanden Und die haben im Schnitt auf Rang zweiundvierzig abgeschlossen.
00:09:53: Also, das sind jetzt nicht die Top-One-Two-Threes sondern eben aus dem Hintertreffen haben sie dann ganz viele andere überholt.
00:10:00: Genau, genau!
00:10:01: Ja und es gab ja noch ein spannendes Referat von Patrick Herzogt im Grunde von Next Think oder?
00:10:08: Next Think kann man sagen eines der erfolgreichsten Schweizer Startup Unternehmen.
00:10:10: wir haben hier darüber berichtet bei Burnrate über den Exit oder?
00:10:14: Und er hat ja schon auch gesagt... oder hat einen Punkt hervorgebracht, der fast ein bisschen unbequemer ist als die übliche Diskussion über die Finanzierung.
00:10:23: Er hat da nicht sinngemäß gesagt wenn ich das richtig recitiere vielleicht fehlt es der Schweiz gar nicht primär an Technologie sondern eben viel mehr die Kultur für wirklich große Ambitionen.
00:10:36: oder er sagte wir fürchten die falschen Dinge nämlich scheitern oder Geld zu verlieren und wir lieben die falsche Dinge.
00:10:41: Bescheidheit und das gute Leben.
00:10:43: ja dass jetzt nicht für Schweißverhältnis schon eine sehr Offensive Ansage, ja genau.
00:10:48: Und ist das jetzt aus deiner Sicht die der eigentliche Elephant in the room?
00:10:52: Wir haben Forschung wir haben Talente wir haben Kapital und offensichtlich auch gute Startups.
00:10:57: aber fehlt der Schweiz manchmal noch der Wille daraus wirklich globale Champions zu konstruieren?
00:11:04: vielleicht noch ein weiter Punkt der hier Patrick Herzog gesagt hatte den habe ich noch fast spannende gefunden als.
00:11:10: wir haben Angst vor dem Verlieben.
00:11:12: er hat gesagt ja wir haben auch angst vor dem großen Gewinnen und uns zu exponieren.
00:11:17: Und das ist noch fast schlimmer als die Angst vorm Verlieren, dass man eben mal den Kopf raus aus der Masse hält und sagt hey ich bringe das Thema jetzt einfach auf die Nummer eins der Weltkarte!
00:11:28: Das ist eben schon etwas was man thematisieren muss.
00:11:32: und diesem Abend da war gerade interessant zu hören, dass viel gefeiert wurde und es vieles Positives geht.
00:11:39: aber man muss es halt schon kritisch hinterfragen.
00:11:41: Das ist hundertspannende Unternehmen, das sind Investoren, erfolgreiche Gründer.
00:11:45: und was die ETH und die EP fell.
00:11:47: Und da ist inzwischen auch Vorbilder wie Nextink und andere Firmen, die gezeigt haben dass es aus der Schweiz heraus sehr große Technologiefirmen aufgebaut werden können.
00:11:58: aber ich meine eben sobald mal das Unternehmen am Markt ist dann ist Frage wo geht's hin?
00:12:03: Da wird die Diskussion dann plötzlich schwieriger.
00:12:05: Willst du wirklich eine Firma bauen die Hundert Millionen Umsatz baut in wenigen Jahren und einen globalen Markt dominiert.
00:12:12: Das ist psychologisch und finanziell etwas komplett anderes als eine Top-Technologie, die man im Labor entwickelt hat auf den Markt zu bringen auch schon für extrem schwierig und dann langsam zu etablieren so in die Millionen Umsätze ein paar Jahre zu kommen.
00:12:27: Ich meine das ist komplett anders.
00:12:29: Wenn du das erste willst, musst du extrem aggressiv investieren.
00:12:33: Du musst halt auch akzeptieren, dass du alles verlieben könntest und du gehst in jeder Runde wieder all-in.
00:12:40: Das darf man nicht unterschätzen!
00:12:42: Wir haben gestern gerade einen Startup-Pitch zugehört und da haben wir die Frage gestellt ja was würdest du jetzt machen wenn du über nächstes Jahr ein dreißig Millionen Offer auf den Tisch hättest?
00:12:53: Die Antwort kam nicht sofort hey ja, I'm All In ich will da ein Milliardenunternehmen aufbauen sondern die Antwort war ja.
00:13:01: Hey das muss ich mir dann schon überlegen.
00:13:03: Und das war seine ehrliche Antwort, habe ich noch spannend gefunden.
00:13:07: Das dann?
00:13:08: für den Gründer ist es ein enormes Abtick und in zwei-, drei Jahren persönlich zehn Millionen einnimmst und für den Investor ist eigentlich ein schlechtes Auge kaum.
00:13:19: Dann müsste ich nochmal sagen jetzt habe ich zehn Millionen entweder gehe ich wieder auf Null oder vielleicht komme ich auf fünfhundert Millionen damit.
00:13:26: Diese entscheidet und da sind wir Schweizer halt schon ein bisschen zurückgehalten, also jetzt Diamis die sagen hey!
00:13:32: Geht einfach den ganzen Weg und vielleicht haben auch die Investoren ein bisschen mehr Rechte zum sagen, hey ich könnte da nicht einen Early Exit machen.
00:13:38: Ja zurück zu dem Thema, du musst auch sofort internationale Top-Leute einstellen und nicht einfach aus einem kleinen Ökosystem, ich nehme hier einen Student Assistant der da weitermachen könnte.
00:13:49: Du musst in USA und in Asien sehr früh präsent sein.
00:13:53: das heißt du bist eigentlich im Jet Set, du bist die halbe Zeit am Ruhm reisen das muss man als Gründer alles eingehen können.
00:14:01: Und ja, du musst auch bereit sein.
00:14:04: Nein zu sagen und das nein ist hier auch noch eine spannende Story habe ich mir aufgeschrieben.
00:14:10: oder einen spannenden Punkt.
00:14:12: Du willst nicht einfach ein schönes Technologie Unternehmen mit zwei Hundert Mitarbeiter in zehn Jahren bauen?
00:14:17: Das klingt ja auch schon mal gut.
00:14:19: Super Unternehmentum aber dass es nicht Venture und nicht der Start-up Ecosysteme da muss man Ich will in zehn jahren ein Exit haben und zwar eine Firma die ich als Marktführer aufgebaut habe.
00:14:32: Nicht einfach, ich bin die weltweite Nummer zwei und das sind halt schon Ambitionen, die sieht man im Silicon Valley und in der Schweiz.
00:14:39: da sind wir zwar gut ihm zu sagen dass man das will aber noch nicht, dass wir das wirklich dann exekuten.
00:14:46: Aber zurückzukommen auf den Event Ich hab schon den Eindruck, dass es vielen Gründen jetzt sehr ernst ist eben genau sich diesen Thema zu widmen und Vollgas zu geben und ganz nach oben zu kommen.
00:15:01: Das finden wir dann raus in den nächsten zehn Jahren, wenn jetzt die Firmen, die heute auf den ersten Plätzen waren.
00:15:07: Entweder die Unicorns waren oder nicht.
00:15:09: Wir beobachten das Ranking auch weiter!
00:15:11: Vielen Dank für deine Einschätzung.
00:15:13: Für mich klar Fazit ja schöner Event.
00:15:16: Tolle Leute dass Ökosystem trifft sich und feiert sich.
00:15:20: Ja ich glaube einige haben gefällt für mich auf dem Ranking, die ich eigentlich vermisse, dass die hätten draufgemusst.
00:15:27: viele waren drauf die ich gedacht habe.
00:15:29: Ich glaube, viel wichtiger als das Ranking as such ist die Aussagekraft und die unterstütze ich nicht schon!
00:15:34: Also ich glaube wir sind ein physical AI-Land.
00:15:38: dort liegt die Stärke der Schweiz und dort liegt auch die Zukunft der Schweiz.
00:15:43: Und deshalb investiere ich sehr gerne hier in der Schweiz!
00:15:47: Was sich vor allem verändert hat – und das hat man auch sehr schön gesehen – die Gründerteams sind viel international geworden Und genau das ist eben wichtig um dieses kulturelle Problem oder dieses Thema ein bisschen zu glätten, dass man eben nicht mehr groß denkt.
00:16:01: Ich sehe das sehr stark in den letzten fünfzehn Jahren, wo ich jetzt hier tätig bin in der Venge-Szene dass eben die Gründerteams international geworden sind und so natürlich auch das Denken anders gelagert ist.
00:16:12: Man denkt heute grösst, sodass es sicherlich viel positiver ist.
00:16:15: Deshalb bin ich für die Schweiz sehr zuversichtlich, dass wir hier eine große Zukunft haben im venture capital Bereich und das ist auch der Grund weshalb ich primär auch hier investiere weil das Potenzial wirklich sehr, sehr groß ist.
00:16:28: Und das hat man auch gesehen in diesem Ranking oder dass die Firmen, die mitschwingen, egal ob auf Rang eins, zehn oder fünfzig oder weiter hinten, haben wirklich viel Potenzials und deshalb finde ich das Ranking eine große Hilfe für uns für unseren Job wenn wir uns einen Überblick verschaffen
00:16:45: wollen.".
00:16:47: Diese Folge wird präsentiert von Ari Ventures dem Berner Business Angel Club.
00:16:52: AReVentures bringt ambitionierte Schweizer Startups mit erfahrenen Investoren zusammen, die mehr bieten als nur Kapital.
00:17:00: Ein starkes Netzwerk, echte Expertise und Hands-on Support für die entscheidenden Frühenschritte!
00:17:06: Wenn ihr als Startup wachsen wollt oder als Investor Zugang zu den spannendsten Frühphasendeals sucht dann bewerbt euch für unsere nächste Veranstaltung unter www.areventures.ch.
00:17:19: Wenger & Willi – Ihre Partnerkanzlei für Startups.
00:17:43: Die heutige Hörfrage kommt von Steffi aus Biel und sie greift ein Thema auf, das gerade wieder ziemlich hochkocht.
00:17:52: VC Bashing.
00:17:54: Auslösen war unter anderem Travis Kalanik, der Obergründe war selbst über Jahre eines der prominentesten Beispiele dafür was mit massiven Venture Capital möglich ist.
00:18:04: uber hat unter seiner Führung rund fünfzehn Milliarden Dollar an Venture Funding eingesammelt.
00:18:09: gleichzeitig endete seine Zeit dort bekanntlich in einem ziemlich heftigen Boardroom-Konflikt unter andermem mit VC Benchmark und Bill Gurley.
00:18:18: ein grossen Vorbild von mir.
00:18:21: Jetzt hat Kalanik in einem Podcast noch einmal ziemlich draufgehauen.
00:18:25: Seine These ja schon do not harm, sei für einen Visi eine ziemlich hohe Messlatte sagte.
00:18:32: Ich fand das ganz lustig aber auch bedenklich.
00:18:34: natürlich vielleicht zehn Prozent würden das schaffen und nur gerade ein Prozent der Visi seien hilfreich Und sein Bild dazu ist nicht ganz schön.
00:18:44: Der Founder sei der Chess Master also der Schachmaster der jeden Tag am Brett sitzt der Jess Enthusiast, die gelegentlich vorbeikommt und sich um die Stellung anschaut.
00:18:57: Und dann einen Zug empfiehlt?
00:18:58: Genau!
00:18:59: Ich finde das eine schöne Analobie.
00:19:02: Das Interessante ist aber Kalanick sagt mich gleichzeitig nicht – und das muss man schon hier noch zum Besten geben -, dass found Kein VC-Avenger Kapitel aufnehmen sollten.
00:19:10: im Gegenteil für sein neues Robotics-Unternehmen Atoms hat er gerade einst Kommasieben Milliarden Dollar eingesammelt angeführt von Andriessen Horowitz.
00:19:20: Ja, und Clinic ist mit seiner Kritik gerade auch nicht allein.
00:19:23: andere bekannte Gründer haben die Debatte aufgegriffen und öffentlich gebashed und von Situation erzählt in denen Investoren, wie sie es aus ihrer Sicht mehr schaden als nutzen angerichtet haben.
00:19:35: Damit zu Steffi's Frage.
00:19:36: vielen Dank Steffii du hast das aufmerksam mitverfolgt.
00:19:40: ja sie fragt ist dieses ich lächte das vor ist dieses aktuelle VC bashing eigentlich berechtigt?
00:19:45: ist an Kalinix-These etwas dran, dass die allermeisten Wiesis einem Unternehmen gar keinen echten Mehrwert bringen.
00:19:51: Und wie seht ihr das?
00:19:54: Ihr seid ja auch Wiesiis also schreibt sie.
00:19:56: Ja,
00:19:57: Guy!
00:19:58: Wie wollen wir hier antworten?
00:19:59: Wir haben zuerst gedacht wollen wir diese Frage aufnehmen.
00:20:02: Ja da schlägt unser journalistisches Herz höher.
00:20:06: es ist unsere Pflicht auch unangenehme Themen zu bringen.
00:20:09: ich habe das gestern einem Kollegen gesagt.
00:20:11: wir können nicht alle Themen behandeln hier.
00:20:13: Es kommt sehr viel rein inzwischen, aber auch gewisse Sachen, die wir nicht sagen oder thematisieren können dürfen sollen.
00:20:20: Aber diese Frage finde ich natürlich super spannend!
00:20:23: Ja nur ein Prozent der Wiesnitz sind hilfreichs sagt Calanghi.
00:20:27: ja ist es jetzt einfach eine die Abrechnung eines Founders, der mit den Messungen schlechte Erfahrungen gemacht hat?
00:20:32: Oder steckt da ein unangenehmer Kern Wahrheit drin?
00:20:36: Also man muss schon sagen die Zahl ist natürlich bewusst gehe ich mal davon aus, von ihm sehr provokant und überspitzt genommen.
00:20:44: Und das meiner Sicht als Visi muss man hier in Nota Bene auch sagen massiv übertrieben.
00:20:51: Das kommt natürlich schon darauf an was ich mit hilfreich effektiv mein.
00:20:55: Wenn wir jetzt nochmal den Schweizer Markt anschauen und unsere Appears und die Investoren, die Visys, die wir kennen... Die Mehrheit sind vor allem Geldgeber, die sich nicht einmischen.
00:21:06: Die haben nicht einmal eine Bordposition!
00:21:09: Per se in den Rauch stechen.
00:21:10: doch hilfreich das genau das was der Gründer sucht.
00:21:13: sie suchen Geld und sie wollen keine Einmischung.
00:21:16: ergo wenn damit schon über fünfzig Prozent der Wiesi sind der Schweiz hilfreich.
00:21:21: also von dem her muss man natürlich schon ein bisschen mal in die Perspektive setzen.
00:21:25: Und was ich genau mit hilfreich meinte vielleicht definieren, aber der kennt ihr aussagen ist nicht völlig falsch wenn man es eben darauf abbildet dass der gründer erwartet das ein wie sieht das bisnis und die strategie aktiv unterstützt und weiterbringt.
00:21:42: Ein Founder, das ist gesagt, beschäftigt sich jeden Tag jede Stunde die schlaflosen Nächte mit seinem Unternehmen.
00:21:49: Und als Investor bist du zwangsläufig viel weiter weg.
00:21:54: Die Vorstellung, dass du also wie sie regelmäßig einfach in den Raum kommst und sagst hey du musst es so machen.
00:22:00: Das ist völlig klar, dass das nicht funktionieren kann.
00:22:05: In der Regel die Rolle eines Avicis, zumindest hierzulande wie das gehandhabt wird.
00:22:12: Der erste Anspruch an einen guten Investor sollte tatsächlich sein Do no harm in my name.
00:22:18: Also greife nicht mit deinem Ego zu fest ein Erzeuge keine Unruhe und glaube nicht dass dein Board sieht.
00:22:27: automatisch bedeutet, dass du operativ mehr weißt als der Founder oder auch strategischer über den Markt.
00:22:34: Auch wenn du vor zwanzig Jahren mal im selben Markt etwas erreicht hast.
00:22:38: Ich würde keine An Eyck dementsprechend schon ein bisschen widersprechen oder dagegen stemmen das er da mit diesem einen Prozent recht hatte.
00:22:47: Meine Hilfe besteht nicht nur darin, den Founder die bessere Produkte der Unternehmensstrategie zu erklären.
00:22:53: Das ist dem operativen Team das im CEO überlassen, dass wir es immer noch selbst machen und den Sport überzeugen, dass er Recht hatte.
00:23:01: Und das finde ich schon noch wichtig.
00:23:03: Ein guter Visi kann sich hier beim Recruiting helfen bei der Finanzierung also die nächsten Finanzierungsrunden zustrukturieren mit seinen Kontakten vielleicht auch bei Kunden je nachdem oder auch bei schwierigen Personalentscheidungen Manchmal schlicht dadurch, dass ihr einfach in schwierigen Situationen ruhig bleibt und Auswege aufzeigt aus der schwierigen Situation, die ihr aus der Erfahrung kennt.
00:23:27: Mit anderen Portfoliofirmen hat man eben die Probleme gelöst und das ist einfach ganz ruhig dargestellt und dann ein bisschen als Fels in der Brandung da ist gegen Unruhe und eben genau das ist wichtig keine Unruhen mitbringen.
00:23:40: Der Unterschied ist würde ich sagen ein guter wie sie weiß wann er helfen kann aber auch wann er besser nicht sagt.
00:23:48: Ich mein, ein Punkt der immer thematisiert wird und wir auch an Gründen sagen ist hey du musst halt den Visa gut auswählen und nicht einfach den erstbesten Investor mitnehmen.
00:23:59: wenn wir das den Founders sagen sie sollen extrem sorgfertigt.
00:24:02: Ausweilen Max von wem Sie das Geld nehmen woran erkennt eigentlich einen Founder vor dem Investment überhaupt wer ein guter Visa ist und wer nicht?
00:24:12: Ja ich finde es relativ simpel.
00:24:14: Man sieht ja meistens auf den Webseiten der VCs, wo sie investiert sind und natürlich sagen alle VCs die besten.
00:24:22: Das ist klar!
00:24:22: Es werden Bewertungsgespräche.
00:24:23: aber wenn man sich für andere umkämpft in welche Case man investiert dann streiten Sie ja zum Teil fünf sechs VC's um das gleiche Investment.
00:24:31: dass diese sich nur von der besten Seite zeigen ist klar.
00:24:34: ich würde auch nicht die VCs fragen kann ich ein paar Referenzen haben?
00:24:38: weil das bringt ja auch nichts weil dann geben sie ja nur die besten Referencen sondern die Firmen anschreiben.
00:24:45: oder es gibt inzwischen auch WhatsApp Kanäle wo man fragen kann, hey habt ihr mit Guy diesem Schlingel aus Bern schon mal schlechte Erfahrungen gemacht?
00:24:53: und so wie ist der so?
00:24:55: Und ist er fair und so ziemlich simpel.
00:24:59: Dann kommt man halt auch Antworten die man haben möchte.
00:25:04: Es soll ja auch transparent sein Und ich würde dann sagen nur, weil vielleicht mal ein schlechtes Feedback kommt.
00:25:09: Das ist noch lange nicht das es genauso für Bade Münze genommen werden muss.
00:25:13: Sondern dann konfrontiert man vielleicht den Wiesn.
00:25:15: Du!
00:25:15: Ich habe gehört das und das und dass.
00:25:17: Weil hei alle machen mal Fehler.
00:25:20: Wir sind in einem Job, wo es nicht immer ein Alignment of Interest gibt mit den Gründerinnen und Gründen.
00:25:25: Das heißt es kommt zu Konflikten oder?
00:25:28: Und das per se ist ja nicht schlimm sondern was ich wichtig finde wie geht man mit Konflikte um?
00:25:32: also wie agiert man in diesen Situationen?
00:25:34: wie professionellist man?
00:25:36: dass ist das was zählt.
00:25:37: und Ich würde als gründer und ich war selber gegründet und habe Investorengeld darauf genommen und ich hab dann schon halt In meinem Berufsleben oder Gründernaben Beides gemacht.
00:25:47: Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem, also ich habe dank der Referenzenauskunft sehr gut in den Vistoren reingeholt.
00:25:55: Aber auch viel gemacht.
00:25:57: In einem Fall wo das Feedback war, hey!
00:25:59: Mit diesem Typen darfst du nix tun?
00:26:01: Habe ich trotzdem was gemacht und es ist dann Schluss am Ende.
00:26:04: schlecht herausgekommen.
00:26:06: Also es ist schon wichtig, dass man halt finde ich die Referenzen einholt und zwar umgefragt, die andere die Gründer anspricht und sagt hey was hast du mit dem G und mit dem Max und mit den XY für Erfahrung gemacht?
00:26:20: Und dann bekommt man halt auch ein ehrliches Feedback und ich glaube das ist ganz ganz wichtig!
00:26:26: Und deshalb Long Story Short.
00:26:27: Ich bin mit der Kritik von Travis, dass ich überhaupt nicht einverstanden habe... ...dass er natürlich schlechte Erfahrungen gemacht hat.
00:26:32: Das ist bekannt.
00:26:32: aber man muss hier natürlich vor allem seine Erfahrung in den Mittelpunkt der Debatte stellen.
00:26:37: Ich meine er hat nämlich viele Sachen gemacht die nicht okay gewesen sind und dann sind die Wiesis zu Recht auf die Hinterbeine gestanden.
00:26:44: Natürlich muss man ihm zugutehalten, er hat eine Topfirma aufgebaut.. ..aber man sieht hier in demnach auch das ein Topgründer nicht ein guter Managerist oder?
00:26:51: In meinem Augen hat der Uber sensationell aufgebaut und ohne ihn wäre Uber nicht dort, wo sie jetzt sind oder das muss man ganz klar sagen.
00:26:58: Aber es war an der Zeit zu diesem Zeitpunkt ein Wechsel des Menschen vorzunehmen und dass das nicht funny war für ihn ist ja klar!
00:27:04: Natürlich klar, weil es nie lustig ist wenn du aus Gründern gegen deinen Willen abtreten musst.
00:27:08: Aber Bill Gurley und das ganze Board hat dort nicht falsch gehandelt.
00:27:12: Klar wir waren nicht dabei muss man auch sagen aber das ist halt immer so.
00:27:15: deshalb sage ich immer es gibt nicht zwingend ein Alignment of Interest zwischen Wiesi und Fountain.
00:27:20: Das muss man ganz klar sagen und man muss hier auch nicht romantisch etwas vorspielen wie sie ist ein hartes Business Und das kann man hart sein!
00:27:28: Nicht nur für die Gründer kann auch für die Wiesis hart sein je nach dem oder Und deshalb muss man das auch nicht unnötig romantisieren.
00:27:36: Ich finde einfach, man muss immer offen sein und ehrlich zueinander sein, transparent sein – das ist sehr wichtig!
00:27:41: Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass diese Beziehung zwischen VC und Gründerinnen-Gründer auch klappt.
00:27:49: Ki, bist du mit mir einverstanden?
00:27:51: Absolut, das finde ich auch so.
00:27:53: Man kann es für echt abschließen indem man sagt, Uber wäre nicht da wenn Cali nicht... seine Maken hätte, aber sie wären wahrscheinlich nicht da wo sie heute sind.
00:28:03: Wenn diese Entscheidung nicht getroffen worden wäre und ein bisschen Beef im Verwaltungsrat zwischen Gründer- und Investoren gegeben hätte.
00:28:11: Dementsprechend ist es wichtig immer die Story von allen Seiten zu beleuchten und nicht einfach nur zu sagen hey ja der hat eine mal schlechte Erfahrung gemacht jetzt sein Wort ist Bari Münze, dementsprechend finde ich gut dass du gesagt hast man muss beide Seiten aussprechen lassen um nicht einfach einen Fokus machen.
00:28:25: Und ich bin in einigen Boards.
00:28:28: Es gibt also einen Kausal zu haben zwischen Foundern, die Ecken und Kanten haben.
00:28:33: Und der Volk ist einfach so!
00:28:36: Also die besten Gründer in meinem Umfeld haben Ecken- und Kanken.
00:28:40: Das muss man halt auch akzeptieren oder?
00:28:43: Dort ist es wichtig wie ich vorhin ausgeführt habe intelligent agiert.
00:28:50: Machtspiele haben dann eben keinen Platz.
00:28:52: Man muss ein bisschen einen Schritt zurück machen und das einfach akzeptiere.
00:28:58: dass es halt nicht immer so geht, wie man alles wissen möchte.
00:29:02: Und das glaube ich sehr, sehr wichtig!
00:29:03: Da könnte ich ein Buch darüber schreiben.
00:29:05: Wir sprechen später noch über ein Buch bzw.
00:29:08: am Mittwoch haben wir einen spannenden Gast bei uns und da kommen wir später noch dazu.
00:29:13: Aber kommen wir zuerst zur Transaktion der Woche gehen?
00:29:15: Ja absolut.
00:29:17: heute haben wir J-Pool Robotics auf dem Programm.
00:29:20: Wie geht's ins
00:29:21: Tessin?!
00:29:23: Jaipur hat eine Siedrunde von vier Komma drei Millionen Euro abgeschlossen.
00:29:27: Die Runde wurde angeführt von Equity Pitcher und dem HTGF, also dem Hightech Gründervon aus Deutschland.
00:29:34: Jaipurt baut ein Saasplattform für Waste-to-Energy Anlagen, also Anlagen die nicht rezuklierbaren Abfall in Strom um Wärme umwandeln.
00:29:44: Im Kern geht es darum mit Computer Vision und AI zu verstehen was in diesen Anlagen überhaupt ist verbrannt wird.
00:29:52: Das klingt jetzt im ersten Moment halt sehr industriell und vielleicht doch etwas unspektakulär, ist aber im großen Kontext extrem relevant.
00:30:01: Abfall ist nicht einfach ein homogener Rohrstoff.
00:30:04: Jede Lieferung sieht anders aus hat eine andere Zusammensetzung einen anderen Energiegehalt und kann gefährliche oder sogar problematische Objekte enthalten.
00:30:16: Und genau dort liegt der Engpass.
00:30:18: viele Ways to Energy Anlagen, die sind hochkomplexe Industrieanlagen.
00:30:23: Aber ein zentraler Teil des Prozesses wird noch immer stark manuell überwacht – der Abfallbunker zum Beispiel.
00:30:31: Dort sitzen der Kranführer und Operators und sie müssen erkennen was angeliefert wurde ob da gefährliche Gegenstände drin sind und wie der Abfalt jetzt gemischt werden soll wie die Verbrennung möglichst stabil bleibt, also wie der Energie-Output dann auch einfach nicht übertrieben groß wird plötzlich.
00:30:49: Jaipur versucht diesen bisher sehr visuellen und analogen Prozess in Daten zu übersetzen.
00:30:56: Max, dass Sie das Thema ein bisschen angeschaut?
00:30:58: Wie würde es einem Case einordnen?
00:31:00: Schon noch spannend!
00:31:02: Ich meine man hat hier ein konkretes Industrieproblem adressiert.
00:31:06: Also es geht ja nicht um Kai als abstrakten Effizienzgewinn sondern es geht tatsächlich um Konkrete Anlage Risiken es geht um ungeplante Stillstände, es gibt um Brandgefahr und Explosionsgefahr.
00:31:20: Es geht je nachdem auch um blockierte Anlagen.
00:31:23: Also schon spannend gibt es einige Use Cases aber wenn zum Beispiel Gasflaschen, Batterien, Metallteile, Betonstücke oder andere problematische Materialen im Bunker landen kann das zu Schäden Sicherheitsrisiken oder auch Stillständen führen.
00:31:36: Gleichzeitig schwankt der Energiegehalt des Abfalls nicht sehr stark, also wenn die Mischung schlecht ist läuft die Verbrennung weniger stabil, die Energieausbeute sinkt und Emissionen können schwieriger zu kontrollieren sein.
00:31:49: CHIPU setzt genau dort an.
00:31:52: Die Plattform erkennt problematische Objekte, analysiert die Zusammensetzung des Abfalles und hilft den Operatoren bessere Entscheidungen zu treffen.
00:31:59: Also CHI-PU liegt einfach ein Kamerasystem für Müll sondern Das ist noch etwas mehr dahinter, oder?
00:32:05: Ja ich hoff's.
00:32:07: Ich meine die Kamera ist schon ein wichtiger Einstiegspunkt so wie ich es verstanden habe.
00:32:11: der eigentliche Wetter liegt in den Daten und Entscheidungslogik Dahinten.
00:32:15: Cheichburg hat über fünfzig Millionen labelte Bilder aufgebaut und analysiert nach eigenen Angaben mehr als fünf Millionen von Abfall pro Jahr Und damit entsteht eine sehr spezifische Datensatz für eine Branche die bisher nicht besonders digitalisiert war.
00:32:30: Und wenn dieser Datensatz eben besser wird, kann die Plattform nicht nur erkennen was im Punkt liegt sondern auch immer besser vorhersagen wie die Anlage effizienter und sicher betrieben werden kann.
00:32:41: Du hast dir noch den Markt und die Kunden näher angeschaut.
00:32:44: Was hast du herausgefunden?
00:32:45: Ja genau der Kernmarkt sind obviously Waste to Energy-Anlagen.
00:32:50: Weltweit gibt es mehr als dreitausend solcher Anlagen und dem Markt der ist geschätzt auf rund vierzig Milliarden Euro.
00:32:59: Das ist überschaubar von der Anzahl Kunden, aber ein sehr wertvoller Industrie-Nischenmarkt.
00:33:06: Und aus unserer Sicht ist das natürlich interessant.
00:33:08: J-Pool muss nicht sofort die ganze Abfallwirtschaft digitalisieren sondern es reicht in einem klaren abgegrenzten Markt mit einem hohen wirtschaftlichen Pain sehr tief reinzugehen da wo wir weiter doch immer wieder gut sind.
00:33:23: Kunden sind Betreiber von Waste to Energyanlagen, kommunale oder kantonale Abfallorganisation, Energieversorger und perspektivisch sagt das Unternehmen auch industrielle Anlagen mit ähnlichen Schwierigkeiten oder schwierigen Materialströmen wie Zementwerke- oder Biomasseanlagen.
00:33:43: Jaipur ist bereits in der Schweiz und in mehreren europäischen Ländern im Einsatz.
00:33:47: zum Beispiel in Giubiasco im Tessin wird eine Waste to Energy Anlage betrieben von ACR die jaipur einsetzt Und dort vor allem um gefährliche und sperrige Materialien früher zu erkennen, um eben genau Stillstände zu reduzieren.
00:34:04: Kommen wir noch kurz zur Finanzierungshistorie.
00:34:12: Ja, starten vielleicht kurz.
00:34:14: Ganz am Anfang J-Pool wurde im Jahr zwanzig vierundzwanzig gegründet an Technopolo in Manno in Tessin von Hermes Zamboni & Nikhil Prakhash Und der Ursprung, der Idee liegt eigentlich im Tessiner Bold Brain Start-Up Challenge Programm.
00:34:30: Sie sind dann im Jahr zwanzig dreiundzwanzig mit der Idee Resort angetreten und das war eine KI Lösung zu... Automatisierung von Abwalttrainungen in einfachen Müllbehältern.
00:34:44: Ich bin ja da in der Jury by Bold Brain und ich mache mich noch sehr gut an das Team, erinnert sich an das vorgestellte Case.
00:34:51: Er konnte fast nicht fokussieren aber die Jungs haben dann weite gearbeitet und komplett pivotiert und sich eben von der Einfachen... Abfalltrennung schrittweise zu Jaipur, zur Waste to Energy Anlagen weiterentwickeln.
00:35:05: Das war sehr spannend auch zu sehen wie man die Gründe nach ein paar Jahren wiederseht wie sie sich entwickelt haben.
00:35:13: Zwanzig fünf und zwanzig kamen die erste externe Finanzierungsrunde.
00:35:17: das waren rund acht hunderttausend US Dollar angeführt von TI Ventures also den Tessiner Investment Gefäß und einige Business Angels haben auch mitgemacht.
00:35:27: Venture-Kick haben sie auch die Stufe drei gewonnen, also Hundertfünfzigtausend von ihnen wurde auch investiert.
00:35:33: und jetzt ist es die erste ja doch ein bisschen größere internationale Runde.
00:35:39: Und ich finde spannend dass HTGF hier mitgemacht hat und das zeigt auch auf, dass es ein großes Potenzial hat und nicht einfach ein lokales Tessiner Projekt ist, dass Sie hier auf und ausbauen wollen!
00:35:52: Wichtig bei industriellen KI, da ist immer die Frage.
00:35:57: Ist es denn einfach nur eine gute Demo oder funktioniert das im echten auch Dirty und unstrukturierten Anlagenden Max?
00:36:06: Ja genau, wir haben in der Grenze nutzen dieses Thema sehr spannend aber ich glaube Chypursche hat genau dort eben schon Vorstädte zu zeigen.
00:36:11: aus Unternehmenssprich von neunundneinzig Prozent Genauigkeit bei der Erkennung von gefälligen Materialien Das sind wie sagt man so schön Der Famous Last Words, der kommt das eine Prozent und alles explodiert.
00:36:24: Da hoffen wir nicht genau von über achtzig Prozent weniger ungeplanten Schildstellen und von mehr als einer Million Euro zusätzlich im Wert pro Anlage und Jahr durch bessere Abfall.
00:36:33: mich schon habe ich jetzt abgelesen.
00:36:36: natürlich so bezahlen muss man natürlich im Kontext und Pro Anlage verstehen.
00:36:39: aber sie geben einen Eindruck davon warum Investoren den Case eben sehr ernst nehmen.
00:36:44: ja Tscheichburg hat bereits nur rund vierzehn Mitarbeitende es auch stattlich.
00:36:48: Man hat zwei R&D-Zenten in der Schweiz und Asien.
00:36:50: Und für ein zwanzig, vierundzwanziger gründes Unternehmen ist das doch sehr schnell!
00:36:55: Das passt aber auch zum Markt.
00:36:57: Man braucht nicht nur Software und Modelle sondern eben auch den SORI, Industrielle Integration.
00:37:03: Viel Anlageverständnis natürlich... ... und Ways to Energy sind kein Markt, indem man einfach eine Cloudsoftware verschickt und fertig ist.
00:37:12: Man muss die Technologie im Laufe des Prozesses integrieren.
00:37:16: Das ist nicht ganz ohne.
00:37:17: Vielleicht noch zum Schluss, Guy.
00:37:18: Was macht Jaipur mit dem frischen Kapital?
00:37:21: Sie wollen vor allem drei Dinge finanzieren – Internationale Expansion, Produktvertiefung und die Marktwührerschaft anstreben im Waste-to-Energy-Segment also was wir vorher auch bei den Top-Hundred-Startups aufgegriffen haben.
00:37:35: Ich glaube sie sind auch auf Platz fifty zwei oder fünf über.
00:37:38: übrigens Geografisch geht es darum, die Plattform in mehr Anlagen und neue Regionen zu bringen.
00:37:44: Und produktseitig wollen sie stärker verticalisieren und die Platform breiter machen also nicht nur gefährliche Objekte erkennen sondern immer stärker den Betrieb der gesamten Anlage.
00:37:55: Daten basiert unterstützen.
00:37:57: Der große Schritt ist vom Monitoring zur Automation.
00:38:02: Ja Max wie würdest du den Outlook einschätzen von Djipog?
00:38:05: Ist
00:38:06: schon spannend, nicht ganz ohne.
00:38:08: Ich glaube die Umsetzung bleibt anspruchsvoll.
00:38:10: Waste to Energy ist ein sehr attraktiver Markt.
00:38:13: Es gibt einen klaren Pain.
00:38:15: Die Anlagen sind sehr wirtschaftlich stark von weniger Stillständen und bessere Verbrennungen abhängig.
00:38:21: Gleichzeitig ist der Markt nicht unendlich groß zumindest heute.
00:38:24: Er wächst zwar sehr stark aber er ist noch nicht sehr groß und deshalb wird entscheidend sein ob Chai pur in diesem Segment schnell eine starke Position aufbauen kann und danach sinnvoll in angrenzten Industrien expandiert, zum Beispiel bei Zement-Biomasse oder in komplexe Materialströmen.
00:38:39: Genau!
00:38:41: So das war es gewesen mit Burn Raid den wir sehen seit der Podcast.
00:38:44: Wenn ihr unseren Podcast unterstützen wollt abonniert unseren Newsletter und teilt diesen neuen Netzwerk.
00:38:49: Wir hören uns am Mittwoch wieder Mit einem spannenden Interviewgast.
00:38:53: Wir wünschen euch ein schönes Weekend TechHair und Tschüss.
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